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Basics
über das Schärfste, das einem beim Essen passieren
kann...
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Chili
- die heissen Fakten
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Chili- die Allerweltsfrucht
Für
knapp ein Dreiviertel der Weltbevölkerung gehören Chilis
zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Lediglich Mittel- und
Nordeuropa können auf der Weltkarte als grundsätzlich
unscharfe Regionen bezeichnet werden, in denen nur eine kleine
Minderheit dem Diktat der konsensfähigen Niedrigwürze
trotzt.
Das
legale "Chili-High"
Kenner
schwören auf den Kick durch die Schote. Der Scharfmacher,
das Alkaloid Capsaicin, aktiviert die Enden der Geschmacksnerven
durch einen simulierten Schmerz. Zur Bekämpfung des Nervenreizes
schüttet das Gehirm Endorphine aus, die für das sogenannte
"Chili-High" sorgen. Gefährlich ist das nicht, auch nicht
suchtbildend. Im Gegenteil, die Stimulanz des Kreislaufes wirkt
vitalisierend. Und ganz nebenbei fördert Chili so den Kalorienverbrauch
des Körpers. Die Schärfe des Chili variiert stark von
Sorte zu Sorte. Während der gemeine Gemüsepaprika am
unteren Ende der Schärfeskala zu finden ist, garantiert der
aus Mexiko stammende Habanero geradezu infernalische Wirkungen.
Der
Gesundmacher
Gourmets
schätzen vor allem die Würze des Chili. Sportler hingegen
setzen auf die fitmachende Wirkung der Schote. Als Vitaminbombe
und Lieferant wichtiger Mineralstoffe sorgt sie für ein medizinisch
unbedenkliches Doping "light". Im direkten Vergleich wird jede
Zitrone blass. Der scharfe Konkurrent aus den Tropen enthält
fast doppelt soviel Vitamin C wie die Zitrusfrucht, nŠmlich bis
zu 180 mg pro 100 g Fruchtfleisch. Das stärkt das Immunsystem,
den Knochenaufbau, fördert die Entgiftung von Schwermetallen
und den Alkoholabbau und stabilisiert die Blutgefäße.
Den Sauerstofftransport im Blut unterstützt das ebenfalls
vorhandene Vitamin E. Auch bei den Carotinoiden weisen Paprika
und Chili absolute Spitzenwerte auf: kein Gemüse hat mehr
davon. Der menschliche Körper nutzt sie zur Vitamin A Synthese
und als Antioxidanten zur Abwehr freier Radikaler. Chili trägt
so zum Schutz vor grauem Star, Herzerkrankungen, Rheuma, Arthritis,
Arteriosklerose und möglicherweise auch Krebs bei. Besonders
ausgereifte - erkennbar an den kraftvollen Farben - Chilis enthalten
grosse Mengen von Flavonoiden (auch Vitamin P genannt), die die
oben beschriebenen Wirkungen um das bis zu Zwanzigfache verstärken.
Auch bei dem Gehalt an Mineralstoffen wie Magnesium, Kalium und
Kalzium hängen die Pfefferschoten jedes gängige Mineralwasser
um Längen ab. Dass sie zudem cholesterinfrei und fettarm
sind, versteht sich bei diesen Früchten fast von alleine.
Und für Figurbewusste hält das Gemüse einen zusätzlichen
Trumpf in der Hinterhand: das schärfespendende Capsaicin
lindert nicht nur Schmerzen und heizt die Stimmung an ("Chili
High"), sondern senkt auch die Aufnahme von Glukose durch den
menschlichen Körper. Scharf macht also auch (ein wenig) schlank,
ohne auf die gute Laune zu drücken!
Aus
Amerika um die Welt
Ursprünglich
in der Karibik und dem Golf von Mexico heimisch, wurde die Frucht
von den Europäern in die Alte Welt gebracht. Die herrschende
Kirche witterte in der scharfen Schote wahres Teufelszeug und
verhinderte, dass sich in Europa eine frühe Chilikultur entwickeln
konnte. Lediglich in südlichen Gefilden und in Ungarn fanden
die Menschen Gefallen am Peperoncino und am scharfen Paprika.
Ganz anders verhielt es sich in Asien, wohin die EuropŠer den
Chili brachten. Inder und Thais, Chinesen und Koreaner fanden
schnell Gefallen an der für sie neuen Kulturpflanze und integrierten
sie in wenigen Jahrzehnten in ihre heimischen Küchen.
Chili
auf dem Balkon oder im Garten
Grundsätzlich
lässt sich Chili auch im Garten oder auf dem Balkon züchten.
Wichtig ist aber, dass die Pflanze viel Sonne und Hitze erhält;
denn die Schärfe ist quasi eine Speicherung der Sonnenenergie.
Ende Februar/Anfang März sollte man die Saat ausbringen und
in normalen geheizten Räumen keimen lassen. Im Sommer kann
man die Pflanzen in den Garten entlassen. Wichtig ist neben Hitze
auch Feuchtigkeit. Ernten kann man im Oktober. (genauere Tipps
gibt es bei unseren Internetlinks). Saatgut
minderer Schärfe gibt es in Gartencentern. Besser: In Österreich
hat sich eine Gruppe von Ethnobotanikern der Aufgabe verschrieben,
den Artenreichtum der Chilis zu erhalten. Die Gruppe züchtet
diverse Sorten und steht in regem Ausstausch mit Gleichgesinnten.
Kleine Mengen Saatguts werden mitunter an Interessenten abgegeben,
aber da es sich bei Plantacultura um eine Non-Profit-Organisation
handelt, kann nicht jede Anfrage bedient werden.
www.plantacultura.org
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Diese
Chilies gehören schon zu den schärferen ihrer Art. Wer
sich auf dem Chilipfad schon ein bisschen vorgewagt hat, sollte
es mit dieser Sorte versuchen. Hier gilt beim Zubereiten schon
der Gefahrenzuschlag: Handschuhe an beim Schneiden (oder zumindest
Vorsicht mit allen Schleimhautkontakten danach!) und die Kerne
der Chilies sorgfältig entfernen.
©
Chililounge
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